Meldung
Fortbildung für die Leitungen des Funktionstrainings
Das Funktionstraining, das von nahezu allen örtlichen Gruppen des Landesverbandes angeboten wird, ist eine Leistung, auf die Morbus Bechterew-Patienten einen gesetzlichen Anspruch haben – sofern dies vom Arzt verordnet wird.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR) hat in den vergangenen Jahren verbindliche Qualitätsstandards für dieses Funktionstraining entwickelt. An diesem Prozess waren neben den Krankenkassen auch mehrere Verbände beteiligt – unter anderem die DVMB.
Je nach Grundqualifikation der Übungsleiter wurde festgelegt, wie umfangreich ihre zusätzliche Ausbildung ausfallen muss. Diese Zusatzausbildung umfasst Lerneinheiten, die teils online, teils in Präsenz durchgeführt werden müssen und ist Voraussetzung für die zukünftige Kostenübernahme des Funktionstrainings durch die Krankenkassen.
Die Rheumaliga und der bayerische Landesverband der DVMB haben hierfür Online-Schulungsmaterial entwickelt. Dieser Online-Teil wurde über die eine Lernplattform organisiert, die auf sportbezogene Fortbildungen spezialisiert ist. Die DVMB und die Rheumaliga erkennen die Fortbildungen gegenseitig an. Somit müssen Übungsleiter keine weiteren Schulungen absolvieren, wenn sie Gruppen beider Organisationen leiten.
Für den Präsenzteil in Baden-Württemberg konnte Sonja Schoch gewonnen werden – eine erfahrene Physiotherapeutin und Ausbilderin. Die Präsenzschulungen fanden im Mai und Juni an drei Terminen in Baden-Baden, Ravensburg und Bad Sebastiansweiler statt.
Gemäß den Vorgaben der BAR umfasste die Präsenzschulung:
- einen theoretischen Teil mit Fokus auf Morbus Bechterew und das Funktionstraining selbst,
- ein auf Trockengymnastik spezialisiertes Training,
- ein auf Wassergymnastik spezialisiertes Training.
Im Theorieteil wurden unter anderem verschiedene Ausprägungen des Morbus Bechterew, die Mobilisation von Hüftgelenken und Becken sowie die Bedeutung der Faszien behandelt. Der praktische Teil zur Trockengymnastik beinhaltete diverse Übungen und den Einsatz unterschiedlicher Hilfsmittel, deren Wirkungen im Detail erläutert wurden. Am Nachmittag folgte erneut Theorie sowie die Wassergymnastik, auch hier mit praktischen Übungen und Hilfsmitteln.
Die von Sonja Schoch hervorragend vorbereitete und engagiert geleitete Therapeutenschulungen erhielten ein durchweg positives Feedback. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit zudem gern zum fachlichen Austausch untereinander.
Der Landesverband bedankt sich herzlich bei Sonja Schoch für die Durchführung dieser Schulung.
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